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Besuch im Wasserwerk, 26. Juni 2010

Tja, wo kommt es eigentlich her, das ganze Wasser?

Das hat uns heute Herr Gottschall ausführlich erläutert.

Zunächst einmal gibt es da einen Brunnen, bei dem das Wasser aus 3 bis 4 Meter Tiefe kommt...

 

Und dann ist da noch – direkt daneben – eine Tiefbohrung, mit der das Wasser aus bis zu 60 Meter Tiefe geholt wird.

Welche Gesteinsschichten dabei durchbohrt worden sind, zeigt eine Abbildung an der Wand.

Und wir sehen, was passiert, wenn die Pumpe abgestellt wird: der Wasserspiegel steigt innerhalb von Sekunden um über 5 Meter an...

Natürlich muß das Wasser erst mal gereinigt werden, bevor es ver­wen­det werden kann. Dazu gibt es rie­si­ge Kessel mit Sand drin, die z.B. Eisen und Mangan rausfiltern; da­nach kommt noch ein Becken mit Kohle, mit dem die Pflanzen­schutz-

mittel von den umliegenden Feldern aufgefangen werden.

 

 

Ein Grasfrosch, der sich am Wasserwerk wohlfühlt...

Das gereinigte Wasser wird schließlich mit großen Pumpen zum Wasser-Hochbehälter an der Kreuzkapelle transpor­tiert. Die Leitungen liegen tief unter den Feldern am Orts­rand.

 

 

Sieht schon ein bißchen nach Science Fiction aus, das Innere des Wasser-Hochbehälters. Das Was­ser hier drin ist so sauber, daß man fast denken könnte, es wäre gar nicht da.

Und was passiert nun mit dem ganzen sauberen Wasser?

Na, ganz einfach: vom Hochbe­hälter läuft es durch Leitungen den Berg wieder runter bis zu den Wasser­hähnen in den Häusern.

 

Fast alle Bad Camberger Stadtteile bekommen ihr Was­ser von hier – nur Dombach nicht, die haben ihr eigenes Was­ser­werk.

 

Der kleine Teich beim Hochbehälter bietet Lebensraum für vielerlei Libellen und Wasserwanzen – und eine Gelegenheit, alle unter einen Hut zu bekommen.

 

Ein Plattbauch-Weibchen beim Schlüpfen

 

Es war eine ausgesprochen lehrreiche Führung, die wir heute erlebt haben. Sie hat gezeigt, daß es nicht selbst­ver­ständlich ist, daß das Wasser läuft, wenn wir den Hahn auf­drehen, sondern daß dafür ziemlich viel Aufwand nötig ist.

Vielen Dank, Herr Gottschall!