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Aktivitäten der Laubfr sche
2007
„Das große Krabbeln geht weiter“
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Samstag 10. Februar:
Zu einer Schnitzeljagd
trafen wir uns am Regenrückhaltebecken in Erbach. Wir wanderten Richtung
Schwickershausen und dann links hoch zu den Aussiedlerhöfen. Von dort
startete die Schnitzeljagd. Um den Weg zu finden, musste auf rote
Bändchen geachtet werden und auf nummerierte Karten mit Fragen aus der
Insektenwelt, die zu beantworten waren.
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Außerdem zeigten noch
Pfeile aus Ästen, Steinen und anderen Naturmaterialien die richtige Spur.
Nun wollten aber einige Laubfrösche ganz besonders schlau sein, legten
Pfeile um und befestigten ein rotes Band an der falschen Stelle, sodass
wir einen Riesenumweg liefen. Aber es half kein Jammern: was man sich
selbst einbrockt, muss man auch auslöffeln.
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Schade war
halt nur, dass uns so die meisten Fragen durch die Lappen gingen. Den
Schatz, der auf dem Sandköppchen-Grillplatz versteckt war, fanden wir zum
Schluss aber doch noch und ließen ihn uns schmecken.
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Samstag 17. März: Krötenzaunkontrolle
Da es in der Nacht zuvor wieder kalt war, hatten wir
nur eine geringe Ausbeute in den Eimern. Ein einziges Erdkrötenmännchen fanden
wir. Es musste dann als Anschauungsobjekt herhalten und mehrere
Kinderhände zum Streicheln durchwandern. Endlich war es dann soweit und
der ersehnte Weg zum Teich war frei, allerdings als Single.
Später fing es an zu nieseln, aber das störte uns
gar nicht. Wir hielten uns mit Laufspielen warm, und die Kinder, die im
Bach spielten, waren von unten sowieso schon nass.
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Freitag 4., Samstag 5. und Sonntag 6. Mai:
„Den Lebensraum Obstwiese erleben und erkunden,
Natur riechen, fühlen, schmecken und uns selbst entdecken!“
Unter diesem Motto veranstalteten wir mit den NAJU-Gruppen von Oberems und Waldems zusammen
ein Zeltlager auf der „Obstwiese am Hohen Stein“ in Oberems.
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Bei der Ankunft am
Freitagnachmittag um 16.00 Uhr wurden zuerst einmal drei große Jurten
aufgebaut. Das Küchenzelt stand schon und war auch schon eingerichtet.
Die 50 Kinder und ihre Betreuer suchten sich ihre Schlafplätze, und
anschließend kamen alle zur Begrüßungsrunde zusammen. Nachdem sich alle
mit Namen und Ortsgruppe vorgestellt hatten, wurden noch einige wichtige
Regeln besprochen, wie z.B. die nicht gemähten Flächen der Wiese nicht zu
betreten und von den Bienenstöcken einen gewissen Abstand zu halten. Dass
im hohen Gras Braunkehlchen und Feldlerche brüten und nicht gestört
werden dürfen, konnten die Kinder gut nachvollziehen und hielten sich
auch an diese Absprache.
Leider durften wir kein
Feuer machen. Da es sechs Wochen lang nicht geregnet hatte, war alles
total trocken und aus diesem Grund kein Feuer erlaubt.
Nachdem es dunkel wurde,
gab es eine Nachtwanderung unter sternenlosem Himmel. Es war bewölkt und
ab und zu fielen ein paar Tröpfchen, aber der richtige Regen kam erst
nachts, als alle schon in ihren Schlafsäcken lagen.
Am Samstagmorgen, nach
einem stärkenden Frühstück, wurden verschiedene AG’s vorgestellt. Die
Kinder konnten sich dann aussuchen, woran sie teilnehmen möchten:
Insektennisthilfen aus
Schilfstängeln und Weißblechdosen basteln, Speckstein bearbeiten,
Namensketten mit Buchstabenwürfeln aus Holz auffädeln und eine
Spitzwegerich-Heilsalbe herstellen.
Es gab lustige Spiele, die
nicht nur den Kindern gefielen - auch die Erwachsenen hatten ihren Spaß
dabei: „Raupensuche“, „Bienen- und Blütenspiel“, „Affe, Palme, Känguru“,
„Mc Donald’s–Spiel“ und viele mehr.
Am Samstagabend
entschlossen wir uns ein Feuer in einer Feuerschale zu machen, um unsere
Würstchen zu rösten. Es hatte ja in der Nacht geregnet, und deshalb war
es auch zu verantworten.
Als es dann dunkel war,
diesmal unter dem Sternenhimmel - der große Wagen und die Venus waren
sehr schön zu sehen -, machten wir uns auf zum Lichterpfad. Erst ging es
ein Stück am Seil entlang durch den dunklen Wald, dann ohne etwas zum
Festhalten zu verschiedenen Lichtpunkten. Die Kinder, die das zum ersten
Mal erleben, sind am Anfang immer ein bisschen aufgeregt, verlieren dann
aber ihre Angst und sind total begeistert, wie gut sie es schaffen.
Am Sonntagmorgen frühstückten wir im Sonnenschein.
Anschließend wurden noch einige AG’s zu Ende gebracht, und dann war es
höchste Zeit zum Packen und Zelte abbauen. Das klappte alles sehr gut,
und da viele Hände mithalfen, waren wir doch verhältnismäßig schnell
fertig.
Nach dem Mittagessen wurde
die Küche abgebaut, das restliche Geschirr gespült, und dann war noch
Zeit für eine ausgiebige Abschlussrunde.
Jeder konnte sagen, was ihm
gefallen oder nicht gefallen hat. Die meisten Kinder fanden es schade,
dass wir kein Lagerfeuer machen durften und dass die Nächte so kurz
waren, aber alle, Kinder wie Betreuer, fanden das Zeltlager toll und
„suuuper“ gut.
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Sonntag 17 Juni: Städtisches Kinderfest „Der Natur auf
der Spur“
Mit einem Sinnesparcours
nahm der NABU am Spielfest teil. Um die einzelnen
Sinne anzusprechen, gab es verschiedene Stationen, etwa einen
Barfuß-Pfad, den Tier-Weitspung, Blind-Ziellaufen, Fühlkiste,
Geräuschememory und Düfte erkennen.
Alles wurde mit
Begeisterung ausprobiert und kam sehr gut an, sowohl bei den Kindern als
auch bei den Erwachsenen.
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Samstag 4. August: Insektennistwand am
Kräutergarten
Nachdem es dann doch noch
mit dem Bau unseres Insektenhotels geklappt hatte, konnten wir an diesem Tag
die einzelnen Fächer ausfüllen. Das war eine Gemeinschaftsarbeit der Erwachsenen
und Kinder. Trotz der Ferien fanden sich doch einige Kinder ein und
halfen fleißig mit. Camberger Lehm wurde mit kurz geschnittenem Stroh
vermischt und in das mit einem Geflecht versehene Fach eingebracht und
zugeschmiert. Die anderen Gefache wurden mit Baumscheiben, Holzklötzen,
Lehmsteinen, Schilfmatten, Lochsteinen und Kiefernzapfen ausgefüllt. Dann
wurden noch verschieden große Brutröhren in die Hölzer und Lehmsteine gebohrt.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, wir waren nach getaner Arbeit ganz
schön stolz auf unsere Wildbienenwand und freuen uns, wenn viele Insekten
einziehen.
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Samstag 25. August: Naturerlebnis Artenschutz: „Biene“
Am Vormittag trafen wir uns
auf dem Grillplatz Sandköppchen in Erbach und verwandelten uns in
„fleißige Bienen“, und zwar folgendermaßen:
Aus Pfeifenputzern, leeren
Joghurtbechern, Filmdöschen, Trinkhalmen und Stöckchen bastelten wir uns
Fühler, Saugrüssel, einen Kropf zum Einsammeln des Nektars,
Pollenkörbchen, Stachel und Duftdrüsen.
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Danach gab es ein Spiel, bei dem zwei Bienenvölker
im Wettstreit ausschwärmten, Nektar und Pollen sammelten und in den
Bienenstock brachten. Nach einer wohlverdienten Trink- und Kekspause
wählte sich jedes Volk eine Bienenkönigin, die die Aufgabe hatte, Eier zu
produzieren und die Königinsubstanz an ihren Hofstaat zu verteilen
(hmmm….lecker, Gummibärchen). Dann gab es da noch die Sammlerinnen,
Wächterinnen, Ammen und Honigerzeugerinnen. Die Kinder waren ganz
erstaunt über die vielen Berufe, die es sonst noch in einem Bienenstaat
gibt; wir konnten sie gar nicht alle spielen.
Alles nahm viel Zeit in
Anspruch und es war höchste Zeit das Grillfeuer anzuzünden, denn es
sollten auch noch Würstchen und diverses anderes gegrillt werden.
Am Abend verließen wir das Sandköppchen wieder als
Menschen, aber durch die Verwandlung in Bienen konnten wir uns sehr gut
in ihre Lebensweise hineinversetzen und erfuhren sozusagen „am eigenen
Leib“, wie das Leben in so einem Bienenvolk funktioniert.
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Samstag 29. September: Insektensuche und Landart im Zauberwald
Nachdem wir auf der Kreuzkapelle zuerst einmal drei
neue Laubfrösche in unserem Kreis begrüßten, machten wir uns auf den Weg
zum Heiligenwald. Dort traten wir durch eine geheimnisvolle Pforte ein
in einen Zauberwald. Als Wetterschutz bauten wir uns zunächst aus zwei
großen Planen einen Unterschlupf. Dabei hatten wir tatkräftige Hilfe von
einem Papa und einer Mama, die zwei neue Kinder zur Verstärkung
mitgebracht hatten.
Die kleinen Naturforscher
gingen auf die Suche und fanden eine ganze Menge Krabbeltiere, z.B.
Laufkäfer, Bock- und Schnellkäfer, Mistkäfer, Schnurfüßer, Saftkugler und
Steinkriecher. Zwei winzig kleine Spitzmäuschen wurden unter dem Laub
entdeckt und beobachtet. Auch suchten wir gemeinsam ein schönes Plätzchen
aus, wo wir eine kleine Mönchsgrasmücke begruben, die am Abend vorher
gefunden wurde und die Nacht nicht überlebt hatte.
Anschließend sammelten wir
verschiedene Naturmaterialien und ließen unserer Phantasie freien Lauf.
So entstanden kleine Kunstwerke, auch Landart genannt.
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Samstag 27. Oktober: Große Nussjagd in Hessen – Der
Haselmaus auf der Spur
Nachdem wir erst einige
Naturmaterialien für unser Weihnachtsbasteln im Dezember gesammelt hatten,
machten wir uns auf die Suche nach angeknabberten Haselnüssen. Wir gingen
vom Parkplatz gegenüber dem Waldschloss den Weg runter in Richtung
Kurpark. Dort fanden wir auch etliche Haselnussbüsche und eine ganze
Menge Haselnüsse. Man musste schon genau auf dem Boden nachschauen, um
sie zu entdecken. Viele waren halbiert von Eichhörnchen oder Vögeln,
andere waren von verschiedenen Mäusen angenagt oder hatten Löcher vom
Haselnussbohrer. Bei einigen waren wir uns ziemlich sicher, dass die
kreisrunden Öffnungen von der Haselmaus stammten. Diese Nüsse kamen in
Filmdöschen, damit sie nicht zerdrückt werden, und dann in einen
speziellen Umschlag, in dem sie zur Bestandsaufnahme an den NABU geschickt wurden. Natürlich waren wir auch
gespannt, ob wir vielleicht einen Preis gewinnen würden.
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Samstag 17. November:
Insektenrallye vom Grillplatz Würges zum
Parkplatz Totenkopf
Ein einziger Laubfrosch kam heute zum Treffen, und das
war Yvonne. Aber die Fragen über die Insektenwelt wollten ja nun
beantwortet werden, und so zogen drei Erwachsene und ein zwölfjähriges
Mädchen los und hatten trotzdem sehr viel Spaß dabei. Es wurde viel
erzählt, viel gelacht, und der Herbstwald war an diesem Tag auch
besonders schön.
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Samstag 15. Dezember:
Vorweihnachtliches Treffen im Haus der Jugend
Wie jedes Jahr bastelten
wir etwas für Weihnachten, diesmal war es ein Tontöpfchennikolaus. Die Kinder
hatten so viel Spaß dabei und ihre Ideen waren unerschöpflich. So entstanden
ganz viele verschiedene Figuren, die allesamt eine schöner als die andere
waren.
Bei Kerzenlicht, Plätzchen und Kinderpunsch sprachen
wir darüber, was wir im kommenden Jahr machen wollen, und die Kinder
wünschten sich einstimmig eine Wanderung mit Picknick, Minigolf spielen
und Kleinstlebewesen im Bach suchen. Was wir auch ganz bestimmt in die
Tat umsetzen werden!
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Besuchte Fortbildungen der NAJU Hessen für
Kindergruppenleiter/innen:
1.) „Leitung
in der Gruppe“ am 10.03.2007 im Streuobstwiesenzentrum in Eberstadt
2.) „Naturhandwerk“
am 02.06.2007 im Jugendwaldheim Roßberg bei Marburg
3.)
„Herbst und Winter“ am 04.11.2007 im
Naturschutzzentrum Bergstraße bei Bensheim
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