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      Aktivitäten der Laubfrsche 2007

 

„Das große Krabbeln geht weiter“

 

Januar

März

Mai

Juli

September

November

Februar

April

Juni

August

Oktober

Dezember

 

 

 

 

 

Lehrgänge

 

Samstag 10. Februar:

Zu einer Schnitzeljagd trafen wir uns am Regenrückhaltebecken in Erbach. Wir wanderten Richtung Schwickershausen und dann links hoch zu den Aussiedlerhöfen. Von dort startete die Schnitzeljagd. Um den Weg zu finden, musste auf rote Bändchen geachtet werden und auf nummerierte Karten mit Fragen aus der Insektenwelt, die zu beantworten waren.

Außerdem zeigten noch Pfeile aus Ästen, Steinen und anderen Naturmaterialien die richtige Spur. Nun wollten aber einige Laub­frösche ganz besonders schlau sein, legten Pfeile um und befe­stigten ein rotes Band an der falschen Stelle, sodass wir einen Riesenumweg liefen. Aber es half kein Jammern: was man sich selbst einbrockt, muss man auch auslöffeln.

Schade war halt nur, dass uns so die meisten Fragen durch die Lappen gingen. Den Schatz, der auf dem Sandköppchen-Grillplatz versteckt war, fanden wir zum Schluss aber doch noch und ließen ihn uns schmecken.

 

Samstag 17. März: Krötenzaunkontrolle

Da es in der Nacht zuvor wieder kalt war, hatten wir nur eine geringe Ausbeute in den Eimern. Ein einziges Erdkrötenmännchen fanden wir. Es musste dann als Anschauungsobjekt herhalten und mehrere Kinderhände zum Streicheln durchwandern. Endlich war es dann soweit und der ersehnte Weg zum Teich war frei, allerdings als Single.

Später fing es an zu nieseln, aber das störte uns gar nicht. Wir hielten uns mit Laufspielen warm, und die Kinder, die im Bach spielten, waren von unten sowieso schon nass.

 

Freitag 4., Samstag 5. und Sonntag 6. Mai:

„Den Lebensraum Obstwiese erleben und erkunden, Natur riechen, fühlen, schmecken und uns selbst entdecken!“

Unter diesem Motto veranstalteten wir mit den NAJU-Gruppen von Oberems und Waldems zusammen ein Zeltlager auf der „Obstwiese am Hohen Stein“ in Oberems.

Bei der Ankunft am Freitagnachmittag um 16.00 Uhr wurden zuerst einmal drei große Jurten aufgebaut. Das Küchenzelt stand schon und war auch schon eingerichtet. Die 50 Kinder und ihre Betreuer suchten sich ihre Schlafplätze, und anschließend kamen alle zur Begrüßungs­runde zusammen. Nachdem sich alle mit Namen und Ortsgruppe vorgestellt hatten, wurden noch einige wichtige Regeln besprochen, wie z.B. die nicht gemähten Flächen der Wiese nicht zu betreten und von den Bienenstöcken einen gewissen Abstand zu halten. Dass im hohen Gras Braunkehlchen und Feldlerche brüten und nicht gestört werden dürfen, konnten die Kinder gut nachvollziehen und hielten sich auch an diese Absprache.

Leider durften wir kein Feuer machen. Da es sechs Wochen lang nicht geregnet hatte, war alles total trocken und aus diesem Grund kein Feuer erlaubt.

Nachdem es dunkel wurde, gab es eine Nachtwanderung unter sternenlosem Himmel. Es war bewölkt und ab und zu fielen ein paar Tröpfchen, aber der richtige Regen kam erst nachts, als alle schon in ihren Schlafsäcken lagen.

 

Am Samstagmorgen, nach einem stärkenden Frühstück, wurden verschiedene AG’s vor­gestellt. Die Kinder konnten sich dann aussuchen, woran sie teilnehmen möchten:

Insektennisthilfen aus Schilfstängeln und Weißblechdosen basteln, Speckstein bearbeiten, Namensketten mit Buchstabenwürfeln aus Holz auffädeln und eine Spitzwegerich-Heilsalbe herstellen.

Es gab lustige Spiele, die nicht nur den Kindern gefielen - auch die Erwachsenen hatten ihren Spaß dabei: „Raupensuche“, „Bienen- und Blütenspiel“, „Affe, Palme, Känguru“, „Mc Donald’s–Spiel“ und viele mehr.

Am Samstagabend entschlossen wir uns ein Feuer in einer Feuerschale zu machen, um unsere Würstchen zu rösten. Es hatte ja in der Nacht geregnet, und deshalb war es auch zu verantworten.

Als es dann dunkel war, diesmal unter dem Sternenhimmel - der große Wagen und die Venus waren sehr schön zu sehen -, machten wir uns auf zum Lichterpfad. Erst ging es ein Stück am Seil entlang durch den dunklen Wald, dann ohne etwas zum Festhalten zu ver­schiedenen Lichtpunkten. Die Kinder, die das zum ersten Mal erleben, sind am Anfang immer ein bisschen aufgeregt, verlieren dann aber ihre Angst und sind total begeistert, wie gut sie es schaffen.

Am Sonntagmorgen frühstückten wir im Sonnenschein. Anschließend wurden noch einige AG’s zu Ende gebracht, und dann war es höchste Zeit zum Packen und Zelte abbauen. Das klappte alles sehr gut, und da viele Hände mithalfen, waren wir doch verhältnismäßig schnell fertig.

Nach dem Mittagessen wurde die Küche abgebaut, das restliche Geschirr gespült, und dann war noch Zeit für eine ausgiebige Abschlussrunde.

Jeder konnte sagen, was ihm gefallen oder nicht gefallen hat. Die meisten Kinder fanden es schade, dass wir kein Lagerfeuer machen durften und dass die Nächte so kurz waren, aber alle, Kinder wie Betreuer, fanden das Zeltlager toll und „suuuper“ gut.

 

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Sonntag 17 Juni: Städtisches Kinderfest „Der Natur auf der Spur“

Mit einem Sinnesparcours nahm der NABU am Spielfest teil. Um die einzelnen Sinne anzu­sprechen, gab es verschiedene Stationen, etwa einen Barfuß-Pfad, den Tier-Weitspung, Blind-Ziellaufen, Fühlkiste, Geräuschememory und Düfte erkennen.

Alles wurde mit Begeisterung ausprobiert und kam sehr gut an, sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen.

 

Juli: Ferien

 

Samstag 4. August: Insektennistwand am Kräutergarten

Nachdem es dann doch noch mit dem Bau unseres Insektenhotels geklappt hatte, konnten wir an diesem Tag die einzelnen Fächer ausfüllen. Das war eine Gemeinschaftsarbeit der Er­wachsenen und Kinder. Trotz der Ferien fanden sich doch einige Kinder ein und halfen fleißig mit. Camberger Lehm wurde mit kurz geschnittenem Stroh vermischt und in das mit einem Geflecht versehene Fach eingebracht und zugeschmiert. Die anderen Gefache wurden mit Baumscheiben, Holzklötzen, Lehmsteinen, Schilfmatten, Lochsteinen und Kiefernzapfen ausgefüllt. Dann wurden noch verschieden große Brutröhren in die Hölzer und Lehmsteine gebohrt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, wir waren nach getaner Arbeit ganz schön stolz auf unsere Wildbienenwand und freuen uns, wenn viele Insekten einziehen.

 

Samstag 25. August: Naturerlebnis Artenschutz: „Biene“

Am Vormittag trafen wir uns auf dem Grillplatz Sandköppchen in Erbach und verwandelten uns in „fleißige Bienen“, und zwar folgendermaßen:

Aus Pfeifenputzern, leeren Joghurtbechern, Filmdöschen, Trinkhalmen und Stöckchen bastelten wir uns Fühler, Saugrüssel, einen Kropf zum Ein­sammeln des Nektars, Pollenkörbchen, Stachel und Duftdrüsen.

Danach gab es ein Spiel, bei dem zwei Bienenvölker im Wettstreit ausschwärmten, Nektar und Pollen sammelten und in den Bienenstock brachten. Nach einer wohlverdienten Trink- und Kekspause wählte sich jedes Volk eine Bienenkönigin, die die Aufgabe hatte, Eier zu produzieren und die Königinsubstanz an ihren Hofstaat zu verteilen (hmmm….lecker, Gum­mibärchen). Dann gab es da noch die Sammlerinnen, Wächterinnen, Ammen und Honig­erzeugerinnen. Die Kinder waren ganz erstaunt über die vielen Berufe, die es sonst noch in einem Bienenstaat gibt; wir konnten sie gar nicht alle spielen.

Alles nahm viel Zeit in Anspruch und es war höchste Zeit das Grillfeuer anzuzünden, denn es sollten auch noch Würstchen und diverses anderes gegrillt werden.

Am Abend verließen wir das Sandköppchen wieder als Menschen, aber durch die Ver­wandlung in Bienen konnten wir uns sehr gut in ihre Lebensweise hineinversetzen und er­fuhren sozusagen „am eigenen Leib“, wie das Leben in so einem Bienenvolk funktioniert.

 

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Samstag 29. September: Insektensuche und Landart im Zauberwald

Nachdem wir auf der Kreuzkapelle zuerst einmal drei neue Laubfrösche in unserem Kreis begrüßten, machten wir uns auf den Weg zum Heiligenwald. Dort traten wir durch eine ge­heimnisvolle Pforte ein in einen Zauberwald. Als Wetterschutz bauten wir uns zunächst aus zwei großen Planen einen Unterschlupf. Dabei hatten wir tatkräftige Hilfe von einem Papa und einer Mama, die zwei neue Kinder zur Verstärkung mitgebracht hatten.

Die kleinen Naturforscher gingen auf die Suche und fanden eine ganze Menge Krabbeltiere, z.B. Laufkäfer, Bock- und Schnellkäfer, Mistkäfer, Schnurfüßer, Saftkugler und Steinkrie­cher. Zwei winzig kleine Spitzmäuschen wurden unter dem Laub entdeckt und beobachtet. Auch suchten wir gemeinsam ein schönes Plätzchen aus, wo wir eine kleine Mönchsgras­mücke begruben, die am Abend vorher gefunden wurde und die Nacht nicht überlebt hatte.

Anschließend sammelten wir verschiedene Naturmaterialien und ließen unserer Phantasie freien Lauf. So entstanden kleine Kunstwerke, auch Landart genannt.

 

Samstag 27. Oktober: Große Nussjagd in Hessen – Der Haselmaus auf der Spur

Nachdem wir erst einige Naturmaterialien für unser Weihnachtsbasteln im Dezember gesam­melt hatten, machten wir uns auf die Suche nach angeknabberten Haselnüssen. Wir gingen vom Parkplatz gegenüber dem Waldschloss den Weg runter in Richtung Kurpark. Dort fan­den wir auch etliche Haselnussbüsche und eine ganze Menge Haselnüsse. Man musste schon genau auf dem Boden nachschauen, um sie zu entdecken. Viele waren halbiert von Eich­hörnchen oder Vögeln, andere waren von verschiedenen Mäusen angenagt oder hatten Löcher vom Haselnussbohrer. Bei einigen waren wir uns ziemlich sicher, dass die kreis­runden Öffnungen von der Haselmaus stammten. Diese Nüsse kamen in Filmdöschen, damit sie nicht zerdrückt werden, und dann in einen speziellen Umschlag, in dem sie zur Bestands­aufnahme an den NABU geschickt wurden. Natürlich waren wir auch gespannt, ob wir viel­leicht einen Preis gewinnen würden.

 

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Samstag 17. November:

Insektenrallye vom Grillplatz Würges zum Parkplatz Totenkopf

Ein einziger Laubfrosch kam heute zum Treffen, und das war Yvonne. Aber die Fragen über die Insektenwelt wollten ja nun beantwortet werden, und so zogen drei Erwachsene und ein zwölfjähriges Mädchen los und hatten trotzdem sehr viel Spaß dabei. Es wurde viel erzählt, viel gelacht, und der Herbstwald war an diesem Tag auch besonders schön.

 

Samstag 15. Dezember:

Vorweihnachtliches Treffen im Haus der Jugend

Wie jedes Jahr bastelten wir etwas für Weihnachten, diesmal war es ein Tontöpfchen­nikolaus. Die Kinder hatten so viel Spaß dabei und ihre Ideen waren unerschöpflich. So ent­standen ganz viele verschiedene Figuren, die allesamt eine schöner als die andere waren.

Bei Kerzenlicht, Plätzchen und Kinderpunsch sprachen wir darüber, was wir im kommenden Jahr machen wollen, und die Kinder wünschten sich einstimmig eine Wanderung mit Pick­nick, Minigolf spielen und Kleinstlebewesen im Bach suchen. Was wir auch ganz bestimmt in die Tat umsetzen werden!

 

 

Besuchte Fortbildungen der NAJU Hessen für Kindergruppenleiter/innen:

 

1.)    „Leitung in der Gruppe“ am 10.03.2007 im Streuobstwiesenzentrum in Eberstadt

 

2.)    „Naturhandwerk“ am 02.06.2007 im Jugendwaldheim Roßberg bei Marburg

 

3.)    „Herbst und Winter“ am 04.11.2007 im Naturschutzzentrum Bergstraße bei Bensheim

 

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