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      Aktivitäten der Laubfrsche 2004

 

Januar

März

Mai

Juli

September

November

Februar

April

Juni

August

Oktober

Dezember

 

Sa. 31. Januar und Sa. 28. Februar:

Wir trafen uns jeweils im Jugendraum im Haus der Jugend. Unser Thema: „Spinnen“.

Womit viele Erwachsene Probleme haben, gehen die Kinder doch relativ cool um. Nur als sie erfahren hatten, dass in verschiedenen, meist tropischen Ländern Spin­nen gegrillt, gebraten, geröstet oder auch roh als Delika-

tesse gelten und sie selbst auch mal welche probieren sollten, streikten die Kinder. Als sich aber herausstellte, dass die „Spinnen“ aus Hefeteig, mit Salzstangen als Beine und Rosi­nen als Augen bestanden, waren alle Vorbehalte ausgeräumt und es schmeckte sehr gut. Viel Wissenswertes gab es über Spinnen zu erfahren: Angefangen beim Körperbau, über Jagd­methoden, wo leben Spinnen, was fressen sie, welche Feinde haben sie und noch einiges mehr. In der Spinnenwerkstatt vom Verlag an der Ruhr konnten wir auf kindgerechte und sehr anschauliche Art und Weise viel über Spinnen lernen.

 

Sa. 27. März:

Bei unserem Arbeitseinsatz am Krötenschutzzaun in Dombach sammelten wir insgesamt 192 Erdkröten ein (141 männliche und 51 weibliche) und brachten sie über die Straße zum Teich. Außerdem hatten sich noch 4 Molche und 2 Feldmäuse in die Auffangeimer verirrt.

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Sa. 24. April und Sa. 15. Mai:

An diesen beiden Treffen beschäftigten wir uns mit den 4 Frühlingsboten in Ackerland und Brache: Mollie Maul­wurf, Ferdi Feldlerche, Kati Kamille und Zimbo, der Zi­tronenfalter.

Im April trafen wir uns am Regenrückhaltebecken in Erbach; es gab dort eine stattliche An-

zahl von Maulwurfshügeln, außerdem einen Bach, an dem die Kinder spielen konnten. Es war herr­liches Frühlingswetter, und umso erstaunter waren wir doch über den Maulwurf, der sich so geschickt und einfalls­reich an seinen Lebensraum im „dunklen“ Erdreich anpasst und dessen Tast-, Geruch- und Gehörsinn um vieles besser ausgeprägt ist als bei uns Menschen.

Im Mai trafen wir uns am Schützenhaus in Bad Camberg, um etwas über die Feldlerche zu lernen. Bei einem „Raupensuche-Spiel“ versetzten sich die Kinder in die Situation eines Feld­lerchenpaares, das seine Jungen füttern muss. Die Kinder erfuhren so, wie mühsam Feldler­chen sich um die Ernährung ihrer Brut kümmern müssen. Hinzu kam die Erkenntnis, wie gut Tarnfarben wirken und welchen wichtigen Schutz sie darstellen. Später wanderten wir zum Waldspielplatz und stellten dort mit Hilfe eines Kartuschenkochers eine Kamillenblüten-Creme aus Olivenöl, Bienenwachs und Kamillenblüten her, von der sich jedes Kind ein Döschen mit nach Hause nahm.

 

Sa. 19. Juni und Sa. 10. Juli:

Um die Bestimmung der Gewässergüte ging es bei diesen beiden Treffen.

Im Juni trafen wir uns in Würges an einer schönen Stelle am Emsbach, die geradezu zum Spielen am Bach einlädt. Dort gingen die Kinder mit Sieben und Keschern auf die Suche nach kleinen Wassertierchen, die dann mit Hilfe von Becherlupen bestimmt und dokumentiert wurden. Wir fanden Bachflohkrebse, Eintagsfliegenlarven, Strudelwürmer, Köcherfliegen­larven, um nur einige zu nennen. Nach Auswertung des Erfassungsbogens kamen wir zu dem Ergebnis, dass der Emsbach in diesem Bereich einen Saprobienindex (Gewässergüte) von 1,7 erreicht, d. h. er ist gering belastet.

 

Im Juli waren wir am Dombach in der Nähe des ehemaligen Feuerwehr-Grillplatzes. Auch dort kamen wir zu einem ähnlichen Ergebnis. Anschließend schnitzten und bauten sich die Kinder noch phantasievolle Rindenschiffchen, deren Schwimmtüchtigkeit sie auch gleich im Bach ausprobierten.

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3. - 5. September:

 

Ein Wochenende lang lebten wir wie die „Räuber im Odenwald“ im Zeltlager auf dem Jugendzeltplatz „Junkerwald“ bei Otzberg / Schloß Nauses im Odenwald. Wir verwandelten uns mit einfachen Mitteln in Räuber und spielten so deren abenteuerreiches Leben nach. Viel zu tun gab es bei den Räubern: Fackeln aus Stoff und geschmolzenem Wachs herstellen, Holzschalen ausbrennen, Amulette basteln, Wolle filzen, Tierspuren finden, Löffel schnitzen, Hütten bauen im Wald, nach geheimnisvollen Zeichen einen Schatz suchen usw. Aber auch einen großen Jahrmarkt mit Spielen und Gauklerei gab es zum Abschluss.

 

 

Sa. 9. Oktober:

Treffpunkt war an diesem Tag der Parkplatz Krämerstein. Von dort be­gaben wir uns auf die Suche nach Tierspuren. Wir fanden z. B. Wühlspuren von Wild­schweinen, Losung vom Mauswiesel, verschiedene Federn, Fraßspuren vom Eichhörnchen an Fichtenzapfen. Ferner fanden die Kinder ein Gehörn vom Rehbock, Stangen vom Rothirsch und zu ihrer beson­deren Freude ein Eichhörnchen und einen Steinmarder, welche sich „willig von den Kindern auf den Arm nehmen und streicheln ließen.“

Bei einem Tierweitsprung-Spiel konnten die Kinder selbst austesten, wie unglaublich weit die Tiere des Wal­des springen können (der Rothirsch z. B. bis zu 11 m). Bei einem Waldmemory ging es darum, die Merk­fähigkeit zu üben.

 

 

Sa. 6. November:

Trotz anfänglichem Regen haben wir unser Holzfeuer doch noch zum Brennen gebracht und konnten dann über der Glut Stockbrot backen und Würstchen braten. Als Experiment füllten wir eine Blechbüchse mit kleinen Ästchen von Laubbäumen, welche die Kinder vorher ent­rindet und zurecht geschnitzt hatten, legten diese ins Feuer und hatten nach einer Weile Kohlestifte, mit denen man auch wirklich auf Papier schreiben konnte.

 

Sa. 18. Dezember:

Unser letztes Treffen in diesem Jahr ließen wir vorweihnachtlich aus­klingen. Wir bastelten Glöckchen aus kleinen Tontöpfen und Sternenhänger aus Tonkarton und Holzperlen. Die meisten Kinder verpackten ihr Gebasteltes dekorativ, um es ihren Eltern an Weihnachten zu schenken.

Anschließend gab es Tee, Kakao, selbstgebackene Muffins und Plätzchen und zum Abschluss ein paar Bewegungsspiele.

 

 

 

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